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EDITORIAL 08/2010 von Chefredakteur F. Oehlerking (ö)
2 Mrd. Euro benötigt
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Zu alt, zu schwach, zu gefährlich – das Durchschnittsalter in der Trockengüterschifffahrt liegt in Deutschland bei rund 55 Jahren. Die bestehende Binnenschiffflotte ist zu alt, nicht mehr leistungsfähig, nicht bedarfsgerecht. Modernisierung tut not – schnell, unbürokratisch, umfassend! Den Investitionsbedarf schätzen Fachleute auf rund 2 Mrd. Euro über die kommenden zehn Jahre. Denn: Der Güterverkehrsmarkt wächst. Dringend benötigt werden neue Binnenschiffe: modern, leistungsfähig, konkurrenzfähig.
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In der Tankschifffahrt drohen gesetzliche Regelungen und Vorgaben der verladenden Wirtschaft. Einhüllenschiffe werden verboten, das Doppelhüllenschiff muss her! Jedoch: die Eigenkapitalbasis der deutschen Binnenschifffahrtsunternehmen, überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), ist klein. Die Finanzierungsbereitschaft der Banken ebenfalls.
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Job gegen Umwelt
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Das Binnenschiff ist sauber, umweltfreundlich, naturbelassend. Das ist eigentlich allgemeiner Kenntnisstand. Jedenfalls dort, wo Grünenpolitiker und selbsternannte Naturschützer keinen anderen Schlagzeilenbedarf wittern. Denn dass die viel besungene Libelle, wo die Isar in die Donau mündet, nur deswegen vom Aussterben bedroht sein soll, weil angeblich, so das unterstellte Horrorbild, ein paar Großkapitalisten der Binnenschifffahrtskonzerne etwas weiter flussabwärts eine Stützschwelle bauen wollen, kann man jemandem erzählen, der die Hose mit der Kneifzange zumacht.
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Die Libelle dürfte genauso vom Aussterben bedroht sein, wenn sie ihr kurzes Leben an der Windschutzscheibe eines LKW auf der Autobahn beendet. Nein: Es geht den Ausbaugegnern um die Schlagzeile, sonst nichts.
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