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EDITORIAL 01/2012 von Chefredakteur F. Oehlerking
Solidarität einer Branche Ein Jahr ist es her, dass das Tankmotorschiff »Waldhof« in den dunklen Morgenstunden des 13. Januar 2010 unter der Loreley plötzlich von den Radarschirmen der Rheinüberwachung verschwand. Ein Jahr, in dem viel für die Aufarbeitung der Jahrhunderthavarie der Rheinschifffahrt und damit der Binnenschifffahrt in Mitteleuropa getan wurde, manches aber nicht getan werden konnte. Ob die Ausfälle der bis zu 30 Tage während der Sperre zum Warten verurteilten Schiffe je wieder ausgeglichen werden können, ist mehr als fraglich. ... weiterlesen
GASTKOMMENTAR von Klaus Ridder u.a. ehemaliger Chairman der ADN- und ADNR-Arbeitsgruppen für gefährliche Güter sowie Leiter der Münchner Gefahrgut-Tage und der Internationalen Binnenschifffahrts-Gefahrgut-Tage
»Waldhof« – Traue keinem Gutachten Bei der »Titanic« war die Schadensursache schnell gefunden. Es gab viele Zeugen. Bei dem TMS »Waldhof« fehlen Zeugen. Mit Gutachten hofft man, der Ursache auf die Spur zu kommen. In einem, der Reederei Lehnkering, ist von einer gefährlichen Begegnung mit einem anderen Schiff die Rede. In einem anderen, der Staatsanwaltschaft, wird eine Überladung von 621 t angenommen. Wie sagte Churchill: Traue keinem Gutachten, dass du nicht selbst gekauft hast! Außerdem: 621 t zu viel allein würden zum Fast-Untergang des Schiffes führen. Die andere Variante, 621 t weniger zu laden und einzelne Tanks bis zur Füllgrenze zu füllen, ergibt einen hohen Schwerpunkt und bringt auch Probleme. ... weiterlesen
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